Jan 22 2011

Es geht auch ohne Schnuller…

Veröffentlicht von um 18:55 unter Alltag

…man braucht aber ein wenig Durchhaltevermögen. Mit dem Schnuller ist es wie mit Windelfrei. Erst gewöhnt man dem Kind den Nuckel an (bzw. das Ausscheidungsbewusstsein ab) und muss ihn dann ein paar Jahre später mühsam wieder abgewöhnen (bzw. das Ausscheidungsbewusstsein wieder an). Den Aufwand kann man sich auch sparen, wenn man in den Anfangswochen nur ein wenig hartnäckig bleibt.

In den ersten 8 Wochen steigt das Saugbedürfnis eines Neugeborenen stark an, anschließend lässt es wieder nach. In diesen 8 Wochen hat die Maus also fleißig an unserem kleinen Finger oder an der Brustwarze genuckelt – das war zweifelsohne anstrengend und mit einem möglichen älteren Geschwisterkind ist dieses Unterfangen sicher noch einmal schwieriger. Ich kann also durchaus nachvollziehen, warum viele Mütter trotz guter Vorsätze zum Schnuller greifen. Aber ich bin ja ein Dickkopf und ziehe meine Vorhaben gerne durch 😉

Also haben wir ohne Schnuller durchgehalten und sind mittlerweile längst über den Berg. Inzwischen hat die Maus tatsächlich ein sehr viel geringeres Saugbedürfnis, den kleinen Finger nimmt sie fast gar nicht mehr. Mein Tipp für alle, die es ohne Schnuller schaffen wollen: Einfach keinen Schnuller im Haus haben, dann ist die Versuchung nicht so groß!

Wer sich fragt, was überhaupt gegen Nuckel spricht: Sie können zu Saugverwirrungen führen, die wiederum wunde Brustwarzen und Stillprobleme zur Folge haben. Zahnärzte warnen zudem vor Zahnfehlstellungen. Bei älteren Kindern, vor allem bei Dauernucklern, kann ein Schnuller die Sprachentwicklung beeinträchtigen. Man sollte außerdem genau schauen, welche möglicherweise schädlichen Stoffe im Material des Schnullers sind, die durch das intensive Saugen aufgenommen werden könnten. Weiterhin könnte das Baby beim Saugen am Schnuller Luft schlucken, was wiederum zu Blähungen führen kann.

Letztendlich – und damit wären wir wieder bei dem Thema dieses Blogs – ist so ein Schnuller auch einfach nicht natürlich. Wenn das Baby also ein Saugbedürfnis hat, steckt vielleicht ein Sinn dahinter, es könnte beispielsweise gleichzeitig ein Bedürfnis nach Nähe bedeuten (das bei jedem Neugeborenen ja ohnehin vorhanden ist). Mit Brust/kleinem Finger wird dieses Bedürfnis gestillt, ein Schnuller kann dagegen weder Nähe noch Geborgenheit vermitteln, ist also nur ein schlechter Mama-Ersatz.

Wer also das ohnehin vorhandene Nähebedürfnis seines Kindes in den ersten Wochen und Monaten stillen möchte, kann auch das Saugbedürfnis „nebenbei“ mit Finger/Brust stillen und so um den Schnuller herumkommen. Natürlich ist das anstrengend – aber es hat ja auch niemand behauptet, dass die Zeit mit einem Neugeborenen leicht ist 😉

Bisher 38 Kommentare

38 Kommentare to “Es geht auch ohne Schnuller…”

  1. stormwitch sagt:

    Ach, wie wünschte ich manchmal, ich wäre standhaft genug gewesen. Aber nachdem nach vielen Wochen des Brust- und Fingernuckelns der kleine Prinz seinen Daumen entdeckt hatte, verließ mich der Mut. Nun hat er doch einen Schnuller. Allerdings nur zum Schlafen und auch dann braucht er den nicht immer. Ich bin also zuversichtlich, dass wir das „gute“ Stück auch zeitig wieder los werden.

  2. Liane sagt:

    Ja wir sind auch ohne Schnuller. Beim dritten Kind haben wir es geschafft 🙂 Wobei unser jüngster eh nicht viel nuckelt. Er trinkt an der Brust und dockt sich dann irgendwann von selbst ab und schläft weiter.

    Unseren Finger schiebt er vehement wieder aus dem Mund und selbst den eigenen daumen nimmt er kaum noch her *grins*

  3. Sabrina sagt:

    Meiner Erfahrung nach benötigen Babys, die nach
    Bedarf gestillt werden und viel Nähe erfahren, keinen
    Schnuller.

    Früher gab es keine Schnuller und in einigen Länder gibt es sie heute
    noch nicht und die Babys kommen prima zurecht.

    Schnuller sind einfach nur zum Ruhigstellen gedacht.

  4. Anne.Ke sagt:

    Ich hab mir auch vorgenommen keinen Schnuller zu benutzen. Zu oft sehe ich Mütter, die dem schreienden oder sogar schlafenden Kind den Schnuller in den Mund „drücken“. Aber nach 3Monaten, die ich teilweise stundenlang am Bett verbracht habe um ihr zum Einschlafen den Finger hinzuhalten wurd es mir zu viel. Ich brauchte einfach mal wieder „Feierabend“. Leider hatten wir 2Schnuller hier (Werbegeschenke), also habe ich mich durchgerungen. Und was war? Sie ist so schnell eingeschlafen wie noch nie Abends, ohne dass ich noch mal hin musste. Richtig glücklich bin ich mit der Entscheidung aber nicht und ich überlege, ob ich ihn ihr wieder abgewöhne – falls das überhaupt nötig ist, da sie ihn nach einem Monat in Benutzung immer seltener braucht/will – weil ich das Gefühl habe, dass sie seitdem schlechter trinkt…

  5. Lisa sagt:

    S. mag seine Schnuller. Wollte ich früher nie und bin jetzt trotzdem glücklich 😉
    Er war direkt nach der Geburt mit Lungenentzündung im KH, da haben ihm die Schwestern nen Schnuller gegeben und ich hatte einfach andere Sorgen. Hatten dann trotzdem ein paar Wochen ohne Schnuller, bis ich (ja, ich ;)) ihn wieder eingeführt habe, um meinen Brüsten eine Pause zu geben. Unserer Stillbeziehung hat das GsD nicht geschadet. Aber wir hatten eh Glück, trotz Ernährung über Infusion bzw. dann Flasche am Anfang war das Stillen, als wir dann durften, nie problematisch.
    Kind ruhigstöpseln find ich allerdings schon schwierig – und ja, wenn man den Schnuller dann mal hat, ist es so schön einfach, die Erfahrung haben wir auch gemacht 🙂

  6. Ein weiteres Sinn des Saugbedürfnisses ist m.W. auch die Milchproduktion. Das „nicht-nutritive“, also nicht der Ernährung dienende Nuckeln an der Brust regt ja fröhlich die Milchproduktion an. Daher ist der Schnuller auch ein möglicher Still-Killer, weil plötzlich weniger Milch kommt als gebraucht wird, richtig? Und bestimmt stimuliert das Nuckeln auch die Oxytocin-Produktion, was wieder gut für Bindung und Stillen etc. ist.

    Kurz, nehme den Schnuller, wer ihn braucht oder mag, aber ich bin mir sicher, dass Mutter Natur sich was dabei gedacht hat, dass die Kleinen so ein Saugbedürfnis haben :).

  7. Anna sagt:

    Ja, den Verdacht hatte ich auch schon! Und gerade, weil man immer wieder Geschichten von Frauen hört, die (angeblich?!) zu wenig Milch zum Stillen haben, wäre der ultimative Tipp in solchen Fällen vielleicht einfach mal: Weg mit dem Schnuller, ran an die Brust!

  8. Juliane sagt:

    Ich bin froh, das hier zu lesen! Bei meinem Großen hat es auch funktioniert, dass er ohne Nuckel ausgekommen ist und auch ohne Daumen. Das ist ja dann immer gleich das, was man dann zu hören bekommt. Ich habe auch beobachtet, dass Babys oft den Nuckel bekommen, wenn ich meinen würde, sie müssten mal. Wenn mein Kleiner lange nicht erhört wird, weint er irgendwann und dann würde eine „Nuckel-Mama“ den Nuckel geben oder die Brust. Aber er muss dann meist und scheidet aus, sobald er endlich das Signal und den Topf bekommt. Vor einigen Wochen musste ich ihn zum Schlafen auch mit dem Kleinen Finger beruhigen, weil das schneller leise war, als schuckeln allein. Jetzt will er den überhaupt nicht mehr und ich muss halt ein paar Runden mit ihm in der Manduca umherlaufen, tiefe Schritte machen (erledigt die Rückbildung…:-) und dann schläft er schon. Ich denke auch, dass das Bedürfnis nach Nähe dadurch vernachlässigt wird. Was ist denn das für ein Babyleben: Nuckel rein – ruhig. Windel um – ruhig. Ins eigene Bett im Extrazimmer – ruhig. In den Kinderwagen – ruhig. Es ist doch immer die Frage, ob ich die Zeit nicht lieber jetzt investiere, wo ich 1 Jahr (meist) Elternzeit habe, oder später, wenn alles noch stressiger ist???

  9. Ann sagt:

    HAllo,
    meine Kleine ist nun 3 Monate alt und saugt ausschließlich an MEINEM kleinen Finger zur Beruhigung und zum Schlafen. Ich hab damit bisher auch kein Problem, mach mir nur Sorgen, wie das werden soll, wenn sie auch mal ohne mich auskommen muss ( Kita, Papa, Oma etc..). Daher würde mich interessieren, wie lange Eure Kinder den kleinen Finger von Euch zum zum Saugen genutzt haben…..?
    Zur Info meine Tochter wird nach Bedarf gestillt…..
    Für Antworten wäre ich dankbar… ich denk nämlich immer öfter daran, ihr doch einen Schnuller oder „anzugewöhnen“ und würde da gern drum herum kommen…..

  10. Anna sagt:

    Hallo Ann,

    die Phase, in der unsere Maus den kleinen Finger genommen hat, war recht kurz… Vielleicht die ersten 3 Monate. Danach hat sie nur noch die Brust akzeptiert 😉
    Meine Erfahrung ist, dass Kinder bei anderen Bezugspersonen ganz andere „Beruhigungsmittel“ akzeptieren – je nachdem, was derjenige so zu bieten hat.

    Viele Grüße
    Anna

  11. Janine sagt:

    Auch ich bin sehr beruhigt hier meine eher intuitive Einstellung zum Schnuller wiederzufinden. Nach der Geburt wurde meinem Sohn im Krankenhaus der Schnuller „angedreht“, damit er während der Untersuchungen bzw. unter der UV-Lampe ruhig war. Ursprünglich habe ich mir auch nicht so viele Gedanken über „mit“ oder „ohne“ gemacht, bin jedoch immer zur Natürlichkeit geneigt. Ich habe seit Beginn voll gestillt und er hing auch regelmäßig zum Nuckeln an der Brust – was der Milchproduktion wie hier schon erwähnt natürlich zu Gute kam. Nach einigen Wochen stellte sich bei mir jedoch ein massives Stillproblem ein: Meine Brustwarzen waren wund, taten höllisch weh und wenn der Kleine begann zu saugen, konnte ich fast nur noch schreien. Ich wollte jedoch keinesfalls nach so kurzer Zeit abstillen, wozu mir z.B. auch meine Hebamme riet. Schließlich kam ich auf die Problemstellung „Saugverwirrung“, schaffte den Schnuller ab, und tatsächlich: ich stille meinen Kleinen mit seinen 9 Monaten noch heute sehr entspannt. Er hat die Brustwarze einfach falsch im Mund gehabt, ich begann die Fehlstellung stets mit dem Finger zu korrigieren und nach einiger Zeit lief’s ohne Probleme.
    Er schläft meist an der Brust beim Nuckeln ein und läßt die Brustwarze nach einiger Zeit aus dem Mund gleiten – dann weiß ich, dass er zufrieden ist. Wenn er jedoch sehr lang (auch noch im Schlaf) nuckelt, dann spüre ich auch, dass er meine Nähe braucht. Ich wüsste nicht, warum ich sie ihm entziehen sollte! Bis heute nimmt er keinen Schnuller, spuckt ihn eher aus. Doch manchmal frage ich mich, ob es abends nicht zu einer weniger langwierigen Schlaf-Nuckel-Prozedur führen könnte, oder ob ihm generell etwas fehlt, wenn er keinen Schnuller hat! Schließlich fragt man mich sogar auf der Straße: Och, hat denn der Kleine gar keinen Schnuller?
    Es ist gut darin bestärkt zu werden, dass ein Schnuller einfach nicht notwenig ist und das Kind durch sein Fehlen keine Nachteile erfährt. Schlußendlich dienen ja auch viele Babygüter und -erfindungen vielfach dem marktwirtschaftlichen Profit und sind ohne größeren Sinn.

  12. Nadja sagt:

    Ich freue mich auch sehr, hier viele Gleichgesinnte zu lesen. Mein Sohn ist jetzt drei Monate und hat bisher gut ohne Schnuller durchgehalten. Manchmal hab ich aber auch so meine Zweifel, ob er jemals ohne die Brust einschlafen wird bzw. ob ihm nicht etwas fehlt.

    Habt ihr dazu Erfahrungen? Wie wird das nach dem Abstillen sein? Womit kann ich ihn dann beruhigen… Fragen über Fragen.

    • Anna sagt:

      Also wir stillen hier immer noch zum Einschlafen und die Maus ist jetzt 3 Jahre alt 😉 Sie schläft aber auch mal ohne Mimi ein, wenn mein Freund sie ins Bett bringt, weil ich nicht zu Hause bin.
      Warum sollte deinem Sohn denn etwas fehlen? Nicht die Brust ist der Ersatz für den Schnuller, sondern der Schnuller ist ein Ersatz für die Brust, dem allerdings Nähe und Wärme fehlt. Solange dein Sohn die Brust bekommt, fehlt ihm also nichts. Wenn du ihn abstillen möchtest, bevor sein Saugbedürfnis befriedigt ist, ja, dann könnte ihm etwas fehlen. Das natürliche Abstillalter liegt irgendwo zwischen 2 und 6 Jahren. Wenn du vor hast, nur die hierzulande üblichen 6 Monate zu stillen, könntest du also darüber nachdenken, ihm doch noch einen Schnuller zur Verfügung zu stellen bzw. die Brust dann durch die Flasche zu ersetzen. Wenn du aber weiter stillst, musst du dir keine Gedanken machen. Irgendwann wird das Stillen weniger bzw. du kannst dann mit ihm besprechen, wie oft/wann er an die Brust kann. Das dauert aber noch etwa 2 Jahre 😉
      LG
      Anna

      • TinaIna sagt:

        Hallo liebe Anna,

        nach langem, erfolglosem Suchen endlich mal jemand, der meine Frage beantwortet. DANKE!
        Ich habe mich bewusst für mind. 6 Monate ausschließliches Stillen entschieden. Das hat auch alles wunderbar funktioniert, ein Nebeneffekt ist, dass unser Kind keinen Schnuller braucht/möchte. Natürlich auch manchmal zu, leidwesen des Eltern, denn wie schön wäre es, mal einfach nur den Schnuller „benutzen“ zu können 😉
        Also ich stille nun immer noch (jetzt istber 1 Jahr alt) zum Einschlafen und zur Beruhigung. Das ist für mich auch okay, da das nun wirklich nicht mehr oft ist udn wir eine gute Symbiose haben. Aber ich habe mich immer gefragt: wie lange dauert denn das mit dem Nuckelbedürfnis? Und hier danke ich Dir für Deine Info!

        Es ist schon komisch, dass man zwar viele Info’s im Netz zum Abstillen, Entwöhnen etc erhält, aber zu der ganzen Situationen und auch den Verunsicherungen zwischendurch, die Eltern mit- und durchmachen, wenn ein Kimd keinen Schnuller möchte (und ich habe es wirklich immer wieder versucht), da findet man nichts.

        Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge, dass unser Kind keinen Schnuller nimmt, denn eines ist klar, ohne Schnuller bedeutet mehr Arbeit für die Mama und natürlich auch für den Papa.

        Zu Julia kann ich nur eines sagen, was ich selbst das letzte Jahr immer mehr begriffen habe.
        Hör‘ auf dein Bauchgefühl. Jeder hat einen gutgemeinten Ratschlag zu geben, vergisst aber, dass jedes Kind anders ist und auch jede Eltern anders sind. Nur weil ihr euch für eine etwa unkonventionellere Art entschieden habt, heißt das nicht, dass diese verkehrt ist.
        Schaut euer Kind an, schaut euch an. Gehts euch gut, dann ist doch alles okay!

        Liebe Grüße
        TinaIna

  13. julia sagt:

    Hallo,
    unser kleiner ist jetzt 5 Wochen alt und verweigert den schnulli!
    lieber nuckelt er an unserem kleinen finger!
    Erst wollten wir das nicht weil wir befürchten dass
    wir das dann nicht mehr los bekommen!
    Meine Hebamme jedoch meint sie hat noch nie erlebt dass
    das ein Problem ist!sie selbst hat das bei ihrer Tochter so gemacht!
    Die Kinder würden den Finger irgendwann nicht mehr wollen und ansonsten
    kriegen sie ihn eben nicht mehr! Alles klar dachten wir und geben bei
    bedarf unseren finger!
    Auch wenn viele davon nichts halten und einen doof anschauen…
    jetzt waren wir bein osteopathen und gestern bei der u3…beide meinten das mit dem finger sei doch nicht optimal…aber eher wegen uns..und man kann den schnuller antrainieren!
    Da ich mich gerne und leicht verunsichern lass bin ich jetzt wieder total verunsochert! Finger weg und schnuller angewöhnen?klar,wär praktisch wenn er ihn nimmt! Aber er nimmt ihn einfach nicht. ..
    hab nur angst dass ich den finger nicht mehr abgewöhbg bekomme!
    Eigentlich vertrau ich meiner Hebamme…er braucht sen finger auch nicht ob…an und zu zum beruhigen…mal auch gar nicht!geben ihn auch nur wenn es nicht anders geht!
    nach den 2meinungen gestern haben wir beschlossen den finger weg zu lassen und es mit dem schnulli zu versuchen. ..heute denke ich wieder anders…er will eben bis jetzt nur dem Finger!
    Hilfe…was soll ich tun! Wollen die kleinen ddn finger echt irgendwann nicht mehr?!

    Danke!

  14. Maria Langer sagt:

    Hallo,
    ich habe meinen Zwillingen keine Schnuller gegeben, weil ich es erstens blöd finde wenn 2-3 Jährige sprechen und dabei den Schnuller im Mund haben. Außerdem war es mir einfach unsympathisch ihnen Plastik in den Mund zu stecken. Ich habe sie nach Bedarf gestillt und offensichtlich haben sie ihr Nuckelbedürfnis dabei befriedigt, den Daumen haben beide nie genommen. Nach 15 Monaten habe ich sie relativ zügig (ca. 4 Wochen) abgestillt ohne dass es zu irgendwelchen Entzugserscheinungen kam. Jetzt bin ich richtig stolz wenn meine beiden kleinen 1.5 Jährigen ohne Nuckel über den Spielplatz flitzen 😉

  15. Christiane sagt:

    Wie gut, dass es diese Seite gibt. Mein Sohn ist jetzt 10 Wochen und braucht auch keinen Schnuller. Ich hatte vorher sogar einen gekauft, weil ich dachte, es gehört eben dazu. Als der Kleine dann da war, habe ich mich einfach dagegen gesträubt ihm einen Nuckel zu geben, da habe ich nur auf mein Gefühl vertraut. Heute bin ich sicher, dass es genau das richtige war und ihr habt mich darin bestärkt. Er wird nach Bedarf gestillt und lässt sich ansonsten meist schon super beruhigen, wenn er auf meinem Arm ist und über die Schulter „hängt“ 🙂
    Jetzt fällt mir erst auf, dass alle Babys in meinem Umfeld einen Schnuller im Mund haben und ich werde von wirklich JEDEM Menschen gefragt, ob er keinen Schnuller nimmt oder noch besser: warum wir dem armen Kind keinen geben. Das hat mich schon zum Nachdenken angeregt, weil wir da anscheinend eher die Ausnahme sind. Umso besser hier zu lesen, dass man nicht allein damit steht 🙂
    Unser Kleiner ist sehr ausgeglichen und weint dann, wenn er ein Bedürfnis hat, was sich super ohne Schnuller befriedigen lässt.

  16. Sarah sagt:

    Hallo, ich bin gerade zufällig ueber diesen Artikel gestossen, weil ich selbst meinem Sohn ( 8 Monate alt) keinen schnuller gab und er ihn auch gar nicht wollte.
    Mich wuerde gerne interessieren ob es auch nachteile gibt wenn man den Baby keinen schnuller gib, zb sprachliche entwicklung / besser ohne schnuller oder doch besser wenn das baby vorher einen schnuller hatte ( ich nenne den schnuller gerne sabbelbremse, weil man ein baby ja leider quasi zum still sein bringt)
    Und ob es normal ist das mein kleiner noch immer gerne seine fingerchen mit im mund steckt.

  17. Sara sagt:

    Hi!
    Bin durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen. Habe schon öfter hier gelesen und hab mich in vielen Dingen bestätigt gefühlt. Hier allerdings bin ich total anderer Meinung. Meine erste Tochter wurde nach Bedarf gestillt. Schnuller war zwar einer hier, aber war unerwünscht. Jetzt nach 22 Monaten stillt sie noch immer sehr, sehr viel. Ist auch ok für mich. Einen Schnuller möchte sie ab und zu mal haben. Aber das ist für sie nur ein Spiel. Mein Sohn ist knapp 4 Monate alt. Trotz des kurzen Altersabstandes und des Tandemstillens, stille ich ihn nach Bedarf. Er hat aber ein ganz anderes Stilverhalten. Während die Tochter häufig dauerstillte, trinkt er nur kurz und will dann getragen werden zum Einschlafen. Er hat aber trotzdem ein höheres Saugbedürfnis als meine Tochter es je hatte. Er nuckelt seit er 1 Monat alt ist intensiv an seiner Hand oder auf einem Tuch. Auf meinem Finger wird nur rumgekaut. Vor ein paar Tagen hab ich dann einen Schnuller gegeben und er war gleich viel ruhiger und ist auch schneller eingeschlafen. 5-8 Mal am Tag 30-60 min. ein weinendes Bündel tragen, geht einfach nicht. Das zerrt an den Nerven und ist sicher auch fürs Baby nicht schön. Und natürlich möchte auch die Tochter noch bespaßt werden… Ich gehe mit dem hier beschriebenen soweit mit, dass ich es falsch finde, den Schnuller als Nähersatz zu geben, nur damit das Kind schön ruhig ist und womöglich sogar allein im eigenen Bett einschläft. Meine Kinder werden nach Bedarf gestillt, bekommen so viel Nähe wie sie es „verlangen“ (=brauchen) und trotzdem wurde das Saugbedürfnis meines Sohnes nach den ersten 3 Monaten immer noch stärker und nicht weniger. Dabei hat er sich regelmäßig die Hand zu weit in den Mund gesteckt (hat sehr schnell Würgreiz) und schrie dann jedes Mal… Bin ich jetzt echt eine weniger gute Mutter, weil ich den Bedürfnissen meines Kindes entspreche? Ich denke, man sollte trotz aller „Natürlichkeit“ nicht immer alles gleich verfluchen, was nicht ins eigene Schema passt. Woher sollen wir hier eigentlich wissen, dass es nicht früher/bei Naturvölkern keine Schnuller gibt? Auf Steinen und Stöcken kann man schließlich auch ganz wunderbar rumlutschen und -kauen!

  18. NeTi sagt:

    Meine Tocher ist jetzt 8 Wochen alt. Nachdem meinem Sohn als Frühchen in der Klinik ungefragt ein Schnuller gegeben wurde und wir den dann mit knapp 2 nicht so ganz unkompliziert los geworden sind, wollte ich es bei der Kleenen jetzt mal ohne versuchen.
    Ich stille sie nach Bedarf, was prima klappt. Trotzdem braucht sich öfter mal (2-3 Mal am Tag- zum einschlafen, manchmal zuegebenermaßen auch aus „Bequemlichkeit“, weil man sich gerade unterhält, isst…) den kleinen Finger zum Nuckeln. Sonst lässt sie sich gut furch Trageb und Kuscheln beruhigen. Manchmal war ich schon nahe dran mal einen Schnuller zu geben, aber irgendwie sträubt sich einiges in mir. Meine Schwiegermutter kapierts gar nicht-bei vielen hab ich auch das Gefühl „Schuller gehört doch zum Baby?!“… Die verstehen auch nicht, dass der Kinderwagen seit Geburt ungenutzt rum steht, weil wir bis jetzt nur das Tragetuch verwenden. Aber darin geht es ihr so gut und auch ich genieße diese Nähe. Im Kinderwagen ist sie so ungeschützt vor Eindrücken, dem vielen. Kopfsteinpflaster bei uns und aufdringlichen „Dutzidutzi ist die süß“-Fremden.
    Naja-gut zu lesen, dass es noch mer gibt, die es ohne Schnuller versuchen. Ich brauch da auch mal Bestätigung um nicht aufzugeben.

  19. j.s. sagt:

    also meine Brüste sind auch mit Schnuller manchnal fast grplatzt 😉

  20. Maria Schmid sagt:

    Unsere Tochter (6 Monate) schläft entweder an der Brust ein, oder wenn man sie trägt. Schnuller, Schmusetuch oder Stofftier, ist nicht. Wir bekommen oft den Tipp, uns neben die Kleine zu legen und sie nicht hochzunehmen, auch wenn sie weint. Nach drei Wochen würde sie dann alleine einschlafen. Aber sie schreit sich dann die Seele aus dem Leib und bisher haben wir das noch nicht durchgezogen.
    Dass Kinder Probleme mit dem Einschlafen haben, liest man ja dauernd. Aber man hört nie etwas davon, ob Kinder irgendwann wirklich einfach von alleine Einschlafen. Andererseits liest man aber auch nie, dass Leute ihre neunjährigen Kinder immer noch in den Schlaf tragen. Haben dann alle das Kind irgendwann doch mal 3 Wochen schreien lassen und seither klappt es mit dem Schlafen? Oder macht es irgendwann Klick und schlafen sie von heut auf morgen auch so ein?
    Wie war das denn bei euch? Wir haben schon auch eine „Gute-Nacht-Zeremonie“, Spieluhr und so. Aber einschlafen geht nur auf dem Arm, in der Trage, im Auto oder ganz selten im Kinderwagen.

    • Anna sagt:

      Irgendwann schlafen sie tatsächlich einfach von alleine ein, ganz ohne weinen lassen 🙂 Das eine früher, das andere später. Meine Maus hat mich abends schon manchmal rausgeschmissen mit den Worten „Ich bin schon groß, ich kann das schon alleine“. An anderen Abenden streichle ich ihr nach unserem Abendritual den Kopf bis sie schläft. Sie ist jetzt seit kurzem 4 und ich bin mir sicher, dass sie zu Abi-Zeiten nicht mehr von mir ins Bett gebracht werden möchte 😉 Lieber jetzt alle Bedürfnisse erfüllen, solange sie zeitgemäß sind, als dass die Kinder später die unerfüllten Bedürfnisse auf andere Art kompensieren müssen und permanent das Gefühl haben, ihnen fehlt etwas.

      Viele Grüße
      Anna

    • Patricia sagt:

      Meine Kleine wird nächste Woche zwei Jahre alt. Sie hatte von Anfang an keinen Schnuller, bei Bedarf gab es die Brüsten oder den kleinen Finger.
      das mit dem Einschlafen kenne ich auch. Ich habe in diesem aAlter die Erfahrung gemacht, dass.es am besten war mich mir ihr zum Einschlafen hinzulege und mit ihr zu kuscheln. zwischen uns habe ich allerdings einen Teil der Bettdecke gelegt. Wenn sie eingeschlafen ist hat sie in der Regel weitergeschlafen und ist nicht durch das plötzliche Fehlen der Wärmequelle (also mich) aufgewacht.
      Ich sage aber absichtlich in diesem Alter, da ich erfahren musste, dass sich das Einschlafverhalten meiner Tochter alle paar Monate wieder änder, unabhängig von EiEinschlafritualen.

  21. Maria Schmid sagt:

    Danke für die Antwort. Das lässt doch hoffen 🙂 und kommt irgendwie auch eher an das ran, was man als Eltern im Gefühl hat. Aber immer diese ganzen Ratgeber machen einen schon verrückt.

  22. Henriette sagt:

    Also bei uns war es so, dass ich, als der Kleine so ca 3 Monate alt war, erstmal heilfroh war, als er den Schnuller genommen hat, weil er so ein starkes Saugbedürfnis hatte. Er ist dann auch viel schneller und ruhiger eingeschlafen und das hat unser aller Nerven eine Zeitlang sehr gut getan. Nun ist der kleine 9 Monate alt und schläft nun endlich durch, allerdings auch nur, weil ich ihm den Schnuller wieder weggenommen habe und ich nachts nicht mehr stille, das hat ein paar Tage gedauert, aber nun schläft er 11,5h durch ohne wach zu werden und schläft auch allein im Bett ein (nach 10min). Ich glaube, wenn ein Kind ein Schnuller braucht zum einschlafen, dann wird es nicht schaffen alleine einzuschlafen oder durchzuschlafen, es stört den Schlaf. Wie gesagt bis vor ein paar Wochen war ich ja froh, dass es den Schnuller gibt, aber nun ist unser Sohn nicht mehr ganz so klein und wir haben ihn weggenommen. Er braucht also auch nachts keine Mahlzeiten mehr, er trinkt und isst nur noch tagsüber und das ist ein Segen! So haben wir für uns eine gute Lösung gefunden, aber das müssen ja alle Eltern für sich selbst entscheiden, wie sie es handhaben.Ich kann es aber auch empfehlen, den Schnuller irgendwann (schnell) wieder wegzunehmen.

  23. Jacqueline sagt:

    Ich muss sagen, ich ärgere mich sehr über diesen Artikel. Ich schreibe sonst nie meine Meinung zu so etwas, aber jetzt konnte ich nicht anders. Zu uns: ich wollte mein Kind so natürlich wie möglich behandeln, windelfrei, ohne Schnuller, stillen nach Bedarf, tragen, uvm. Ich trage das Kind fast 24/7 mit mir herum, halte ihn ab und gehe auf alle seine Wünsche ein. Er hat solche Probleme mit dem Schlafen, dass die ganze Familie leidet. Er bekommt immerzu die Brust angeboten, aber mit seinen 6 Monaten schafft er es trotz Müdigkeit häufig nicht mit Nuckeln an der Brust einzuschlafen. Fast immer trage ich ihn dann in einer Trage mit mir herum. Das klappt immer öfter aber leider auch nicht mehr zuverlässig. An körperlicher Nähe mangelt es dem Kind sicher nicht. Nun habe ich begonnen, ihm immer wieder einen Schnuller in die Hand zu geben. Anfangs hat er nur damit gespielt, inzwischen schläft er immer öfter damit ein. Einfach so in meinem Arm liegend. Ich gehe auf dem Zahnfleisch, habe seit Monaten nicht mehr als 2 Stunden am Stück geschlafen, tagsüber kann ich nicht schlafen, da ich ihn meistens in der Trage bewegen musste, sprich: umher laufen. Ich habe keinerlei Zeit für mich, denn das Kind akzeptiert nur mich zum Schlafen, beruhigen, etc.
    Ich habe monatelang mit mir gehadert, genau wegen solcher Artikel, aber der Schnuller hat hier einiges besser gemacht und das Kind ist deutlich entspannter.
    Hört einfach auf zu pauschalisieren.

  24. Edith sagt:

    Hallo an alle,

    ich habe hier ein paar Beiträge gelesen und finde die Meinungen super. Meine kleine Tochter, mittlerweile 10 Wochen alt, verbringt den Großteil der Zeit bei mir am Arm, im Tragetuch oder sonst wie an meinem Körper. Ich stille sie voll und seit einigen Tagen besteht das Problem, dass sie ein sehr starkes Saugbedürfnis hat und sehr viel Speichelfluss. Sie will dieses Bedürfnis aber nicht an der Brust stillen, was mich ein wenig traurig macht. Immer wieder zeigt sie mir an, dass sie Hunger hat, verweigert dann aber dann doch wieder die Brust. Meist wenn sie müde ist oder quengelig. Sie schläft bei uns im gemeinsamen Bett und ich lege sie abends immer hin. Dauert so ca. 2 Stunden, dann schläft sie tief und ich geh mal duschen oder so. Jetzt hat sich das Problem eingestellt, dass ihr das Nuckeln an ihrer Hand oder an meinem kleinen Finger nicht genügt und sie stundenlang nur weint. Das viele Tragen, Singen, streicheln etc. hat alles nix genutzt. Mein Mann hat dann irgendwann gemeint, wir sollten es doch mit dem Schnuller probieren (ich halt nix davon generell). Aber die Kleine hat schon soooo intensiv geweint, dass ich mich dann weichklopfen ließ. Schnulli rein und sie hat ganz intensiv daran gesaugt und nach 10 Minuten wieder ausgespuckt, an der Brust getrunken und dann friedlich geschlafen.
    Ich würde mir soooo wünschen, dass sie ihr Saugbedürfnis an meiner Brust stillen würde. Was mach ich falsch??? Jetzt ist dieser doofe Schnulli im Haus und sie bekommt ihn dann auch wenn sie sich gar nicht beruhigen lässt.
    Danke für eure Hilfe erst mal

  25. Olga sagt:

    Wie oben schon geschrieben wurde, gibt es einfach keine richtige und falsche Art. Das was bei einem Baby funktioniert versagt bei einem anderen und umgekehrt. Schlechtes Gewissen muss man nicht haben wenn man mit dem Schnulli zur langersehnten Paar Stunden Ruhe kommt. Eine gestresste Mama ist das schlimmste was dem Baby passieren kann.

    Mein Großer ist jetzt fast fünf, hat den Schnulli nie gewollt, alles hat super funktioniert, er war immer top in der Entwicklung, spricht zwei Sprachen fließend, jedenfalls habe ich es nie bereut, ihn öfters an der Brust zu haben als manch andere Mutti.

    Mein zweiter Sohn ist jetzt 2,5 Monate alt, trinkt an der Brust vorzüglich, aber weil er oft von meinen Eltern versorgt wird (Umzug, Renovierung etc.) hat er von Ihnen immer wieder den Schnulli bekommen, wenn er sich nicht anders beruhigen ließ. Bei mir bekommt er keinen und er scheint mit der Situation ganz zufrieden zu sein, jedenfalls hat dieses gelegentliche Schnulligeben nichts am Trinkverhalten verändert, und Milch kriegt er mehr als genug (7 kg!).

    Also einfach locker bleiben, testen was funktioniert, machen… irgendwann lösen sich alle Probleme!

    LG Olga

  26. Eveline sagt:

    Hi,

    Mir geht’s wie einigen hier, ich will den schnulli nicht geben. Er ist derzeit mit dem kleinen Finger ganz zufrieden, es ist sogar so, dass er lieber mit ihm einschläft als mit der Brust…?!? Kennt jemand das? Oder ist das vielleicht nur eine phase?

  27. Kathleen sagt:

    Hallo zusammen,
    also ich bin ja absolut gegen Schnuller und fürs stillen.
    Meine Maus ist fast 9 Monate alt und wir bekommen dss bisher auch super hin.
    Allerdings stelle ich mir immer öfters die Frage wie ich sie mal beruhige / zum einschlafen bekomme wenn ich abgestillt habe..
    Wer hat da schon Erfahrungen gesammelt?
    LG Kathleen

  28. Fenja sagt:

    Ich habe nach einer Antwort gesucht, wann das Saugbedürfnis nachlässt. Meine Stillberaterin hat mir schon oft gut geholfen und sie sagt circa ENDE des ZWEITEN Lebensjahres. Meine Kleine hat bis sie sich selbst sehr gut drehen konnte (ca. 4 Monate) immer alleine ohne Tragen, Schnuller, Stillen in den Schlaf gefunden. Danach blieb sie nicht mehr liegen, da klappte nur Kinderwagen oder Brust. Tragen mit Einschränkungen.
    Nun ist sie 20 Monate, ich stille immer noch und mittags ist es eine echte Dauersitzung an der Brust. Nachts wird die Brust jetzt auch verbal eingefordert. Sie hat den SCHNULLER nicht genommen und darauf nur rumgebissen, mal gelutscht von allen Seiten. Der Rand eines Kautschuk-Kirschschnullers war ihr liebster Beißring.
    Ich habe viele Mütter gesehen, die den Schnuller reingedrückt haben und das hat mir gar nicht gefallen. Wenn man aber der SCHNULLER AUF ZWEI BEINEN ist und so habe ich es lange stolz und lustig gesagt, wird es mir langsam zuviel. Die Stillberaterin sagt Grenzen setzen, aber ich habe das Gefühl ohne das Saugen kann sie nicht einschlafen. Was nutzt es zu sagen, Mamas Brüste sind müde, wenn das Kind nicht einschlafen kann. Bisher hat auch während der Nacht eine Flasche als Ersatz geholfen. Ich kann nicht sagen, dass das Saugbedürfnis abgenommen hat. Natürlich stille ich sie jetzt seltener – dreimal täglich und 1-2 in der Nacht, aber die Bedeutung für die Kleine ist sehr groß. Es gibt Momente, da wünschte ich doch, ein Schnuller könnte mich ersetzen. Bald muss sie ja auch auswärts ohne mich klar kommen. Es sagen immer alle, das schaffen die Kinder dann schon, aber ich würde es gerne vorher schaffen.
    Übrigens SCHNULLER weglassen ist kein Garant, dass die Milch dann reicht. JEDE Stillberaterin rät in den ersten 6 Wochen von einem Schnuller ab, weil es Saugverwirrung (blödes Wort: das Baby verändert seine Trinktechnik an Flasche oder Sauger und bearbeitet die Brust nicht mehr richtig, Folge die Milchproduktion lässt nach. Teufelskreislauf einschließlich oft wunder Brustwarzen beginnt) geben kann. Bei mir hat es trotz aller Bemühungen und professionellen Stillberatern nicht zum vollen Stillen gereicht. Es stimmt aber, dass langes Rumhängen an der Brust gut für die Milchproduktion ist. Ebenso wie genügend Schlaf und nächtliches Stillen (auch wenn die beiden Punkte konträr sind).

    Alternativen zur BERUHIGUNG sind OHNE SCHNULLER und STILLEN sind
    -Fläschchen (mit Tee oder Wasser, oder notfalls Pulvermilch – bevorzugt warme Getränke) bitte mit kleinstem Sauger, denn das ist ja der Hit.
    – Tragen,
    – im Kinderwagen schieben,
    – in den Armen schaukeln – beherztes Wiegen,
    – zum Schlafen ankuscheln,
    – sanftes Streicheln, ggf im Kreis damit Körperkontakt nicht abbricht,
    – beherztes Wiegen ( war mit 8 Monaten der Hit, danach 2 Minuten stillen und Ruhe) (Harvey Karp „Das glücklichste Baby der Welt – Schlafbuch“),
    – Pucken bei jüngeren Babys – bin ich nicht der Fan von
    – weißes Rauschen

    Da es mit dem Stillen aber immer so reibungslos funktioniert hat, habe ich keine echte Alternative und hoffe ich, dass es mit dem Einschlafen klappt, wenn das Saugebedürfnis nachlässt. Immerhin wird sie kuschelbedürftiger und hat jetzt ein Lieblingsstofftier (Übergangsobjekt), das sie überall hin mitnimmt. Es lässt mich hoffen, dass am Endes des Winters wir beide ein gutes Stillende finden, ohne dass jemand heulen muss oderntotal genervt ist.

    In diesem Sinne wünsche ich allen Müttern, den Mut und das Ohr für die Bedürfnisse von Kind UND Mutter. Seid nicht dogmatisch, manches kommt anders als man es sich wünscht und vieles ist nur ein Phase (wir stillen sicher nicht bis zum Schulende) und löst sich von selbst. Habt den Mut getroffende Entscheidungen (z.B. Schnuller) zu überdenken, aber lasst euch nicht durch eine schlechte Nacht oder einen Rat (Ratschläge sind auch Schläge) eines Professionellen aus der Bahn werfen.
    Eine schöne Babyzeit MIT und OHNE SCHNULLER – alle wie sie können und es brauchen!

  29. Magdalena sagt:

    Hört das mit dem Finger wieder auf?

    Hallo!

    Meine Tochter hat einen (immer zwei!) Schnullis. Bei meinem zweiten Kind möchte ich es ohne schaffen. Er ist jetzt 5 Monate alt und wir haben es bisher ohne geschafft, ich stille ihn nach Bedarf. Wenn ich jedoch mit ihm im Kinderwagen weg fahre oder im Auto braucht er regelmäßig den Finger als Saugersatz zum Einschlafen (Die Automatik im Auto machts möglich ;). Nun frage ich mich – wird der Finger genauso angewöhnt, wie es ein Schnuller täte? Schnullergebrauch hört ja nicht von selbst auf, sondern muss abtrainiert werden. Wie ist das mit dem Finger rein stecken? Hört das eher von selbst auf?

    Danke für eure Antworten.

    Gruß Magdalena

    • Anna sagt:

      Hallo Magdalena,

      du sagst, den Schnuller muss man zwangsläufig abtrainieren. Ist das tatsächlich so? Meinst du nicht, auch ein Kind mit Schnuller hat sein Saugbedürfnis irgendwann zu genüge befriedigt und hört von selbst auf? Ich habe jedenfalls noch keinen Erwachsenen mit Schnuller kennengelernt 😉 Wenn man die normale Stillzeit von Menschenkindern zugrunde legt, sollten die meisten Kinder irgendwann zwischen 2 und 6 Jahren mit dem Schnuller von alleine aufhören. Wenn man bedenkt, dass der Schnuller nur ein minderwertiger Ersatz für das Original ist, der nicht alle Facetten des zugrunde liegenden Bedürfnisses abdeckt, könnte es vielleicht noch etwas länger dauern. Ich glaube eher, dass der Schnuller in den meisten Fällen von den Eltern abgewöhnt wird, liegt an der Ungeduld der Eltern und nicht daran, dass das Kind von alleine nicht aus der Phase hinauswächst.
      Meine Kinder haben beide meinen Finger irgendwann nicht mehr zum Saugen akzeptiert – ich glaube, sie waren jeweils etwa 4 Monate alt. Das Saugbedürfnis erreicht ja auch in den ersten Monaten seinen Höhepunkt und nimmt dann ab, so dass ich damit rechnen würde, dass dein Sohn demnächst nicht mehr nach deinem Finger verlangt. Gerade in Situationen, in denen die Brust nicht verfügbar ist, zum Beispiel weil du gerade Auto fährst, ist es aber ja eigentlich sehr praktisch, dass er auch mit deinem Finger als Ersatz zufrieden ist 🙂 Allemal besser als ein weinendes Kind, das nicht in den Schlaf findet. Insofern genieß und nutze die Möglichkeit, solange du sie hast. Dein Sohn wird dir noch früh genug signalisieren, dass der Finger nun nicht mehr angesagt ist 😉

      Viele Grüße
      Anna

  30. Helena sagt:

    Ich habe mir ebenfalls vorgenommen, keinen Schnuller zu benutzen, weil ich die Sprachentwicklung so früh wie möglich fördern möchte.
    Allerdings ist mir beim Lesen dieses Blogs eingefallen, dass ich selbst nie einen Schnuller hatte als Kind. Ich weiß nicht, wann ich dann angefangen habe, am Daumen zu lutschen… ich weiß aber, dass ich es bis zur Grundschule gemacht habe und das ganze dann in einer Zahnspange endete….
    Wenn man den „Saugersatz“ ständig bei dich trägt, ist es für die Eltern natürlich schwer zu kontrollieren, ob das Kind (in diesem Fall ich) ohne Daumen einschläft bzw. ob der Reflex Mitten in der Nacht wie von selbst den Daumen zum Mund führt.

    Trotz dieser – persönlich eher negativ behafteten – Erfahrung, werde ich den Versuch ohne Schnuller wagen und die kleinen Fingerchen im Auge behalten 😀

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