Jul 04 2010

Erfahrungsbericht „La Bassine“: Herrliche Abkühlung im Geburtspool

Veröffentlicht von um 18:59 unter Geburt

Gestern war es endlich soweit – der Geburtspool hat seine erste Bewährungsprobe gemeistert! Bei der aktuellen Hitzewelle mit Temperaturen, die gefühlt irgendwo jenseits der 40 Grad Celsius liegen, bringt die Abkühlung im kalten Wasser eine großartige Erleichterung. Statt im Freibad konnte ich diese Abkühlung gestern auch erstmals im zukünftigen Geburtszimmer genießen. Herrlich! Auch wenn es zunächst gar nicht so leicht war, das Wasser in den Pool und nach dem Bad wieder aus dem Pool herauszubekommen.

Das Aufblasen des Pools mit der elektrischen Luftpumpe ging einigermaßen flott vonstatten. Ich möchte gar nicht wissen, wie lange es ohne die Luftpumpe gedauert hätte und kann jedem nur den Kauf dieser praktischen Hilfe ans Herz legen!

Für die Wasserlogistik haben wir uns nun einen Schlauch zugelegt und dazu einen passenden Anschluss für die Stelle, an der sonst der Duschschlauch im Bad befestigt ist – gar nicht so leicht, den richtigen zu finden. Aber netterweise durften wir den zunächst zu groß gekauften Anschluss im Baumarkt gegen einen kleineren Anschluss umtauschen, so dass nun alles passt.

Da wir einen recht schmalen Schlauch gewählt haben, hat das Auffüllen des Pools seine Zeit gedauert. Allerdings sollte man auch beachten, dass der Wasserstand noch um einige cm ansteigt, wenn eine Person sich dann in den Pool hineinsetzt. Wir saßen sogar zu zweit im Pool, viel Wasser war in unserem Fall also gar nicht nötig. Dennoch sollte man diesen Faktor während der Geburt berücksichtigen und den Pool rechtzeitig auffüllen.

Um eine angenehme Wassertemperatur zu erreichen, haben wir ein Badethermometer in den Pool gelegt. Bei den aktuellen Außentemperaturen empfanden wir eine Temperatur von rund 30 Grad Celsius als angenehm. Laut Anleitung darf das Wasser im Pool maximal 38 Grad haben.

Zwei Personen finden – insbesondere durch die leicht ovale Form – bequem Platz im Pool und man kann dabei noch wunderbar die Beine ausstrecken. Für den Winter kann ich mir auch gut das ein oder andere wärmende Familienbad im Pool vorstellen! Aber am wichtigsten: Auch für eine Geburt scheint er eine gute Größe zu haben. Noch kann ich natürlich nicht aus Erfahrung sprechen, aber  der Pool ermöglicht eine Vielzahl an Geburtsstellungen und man kann sich auch sehr bequem auf den stabilen Rand hängen. Die beiden Griffe an der Innenseite dürften bei bestimmten Positionen ebenfalls einen guten Dienst erweisen. Gleichzeitig ist der Pool klein genug, um ein Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln.

Doch nun zum schwierigsten Teil (zumindest kam es uns anfangs so vor): Nach entspannender Abkühlung mussten wir das Wasser irgendwie aus dem Pool wieder herausbekommen. Mit dem Eimer wären wir wohl beide direkt wieder in Schweiß ausgebrochen, was die ganze Bade-Aktion reichlich überflüssig gemacht hätte, also haben wir auch hier wieder unseren Schlauch zu Hilfe genommen. Auf der geburtspool.de-Seite ist die von uns gewählte Methode als „Tüftler-Variante“ beschrieben, ich muss aber im Nachhinein sagen, dass sie eigentlich sehr bequem ist.

Die Tüftler-Variante: man legt einen Schlauch ins Wasser und schließt das andere Ende an den Wasserhahn an. Nun lässt man soviel Wasser in den Schlauch laufen, bis es auf der Poolseite wieder herauskommt. Das Schlauchende im Pool muß im Wasser liegen. Nun löst man das andere Ende vom Wasserhahn – und das Wasser läuft einfach ins Waschbecken oder in den Abfluss. Voraussetzung: der vorgesehene Abfluss liegt tiefer als der Pool.

Wer sich nicht ekelt, kann auch das Wasser aus dem Ende des Schlauchs heraussaugen, statt ihn an den Wasserhahn anzuschließen. Es darf keine Luft mehr im Schlauch sein und das Ende, aus dem das Wasser herauslaufen soll, muss wie im Text erwähnt tiefer liegen als das Schlauchende im Pool. Bei einem einfachen Bad ist das Ansaugen eine gute Methode, nach der Geburt aber vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert, wer weiß, was dann so im Wasser herumschwimmt 😉

Bei dieser Methode dauert es eine ganze Weile, bis der Pool leer ist, aber sobald man den Prozess einmal in Gang gebracht hat, muss man sich nicht weiter darum kümmern. Somit ist es also sehr bequem – und gerade nach einer Geburt hat man sicher auch anderes zu tun, als so einen Pool in Fleißarbeit mit einem Eimer zu leeren.

Bisher also Daumen hoch für La Bassine! Ich bin sehr gespannt, wie die Geburt mit dem Pool wird – in rund 2 Monaten ist es soweit! Die Erfahrungen mit dem Geburtspool während einer Geburt werde ich dann wahrscheinlich direkt in meinem Geburtsbericht schildern.

Bisher 2 Kommentare

2 Kommentare to “Erfahrungsbericht „La Bassine“: Herrliche Abkühlung im Geburtspool”

  1. Violeta sagt:

    Liebe Anna

    Diesen Monat erwarte ich unser erstes Kind.
    Nun haben wir gestern ein „La Bassine Home“ bestellt.

    Was für eine elektrische Pumpe habt ihr zu Hause und was für einen Aufsatz hat sie? Magst du uns eventuell kurz ein simples Foto vom Poolaufsatz zusenden, sodass wir im Voraus die richtige Pumpe besorgen können?

    Und hast du einen Erfahrungsbericht über den Verlauf deiner Geburt im Pool verfasst? Wenn ja, wo finde ich den?

    Herzlich liebe Grüße
    Violeta & Baby im Bauch

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